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Blog-Eintrag -

Marktkommentar: Kurseinbruch bei SAP von zehn Prozent spiegelt hohe Erwartungshaltung der Investoren wider

Die Quartalszahlen von SAP sind schwächer als erwartet ausgefallen. Sarah Schalück, Client Portfolio Managerin der apoBank, teilt dazu mit:

Der Abwärtstrend der SAP-Aktie setzt sich fort. Der Kurseinbruch von zehn Prozent spiegelt dabei weniger fundamentale Schwächen wider als vielmehr die hohe Erwartungshaltung der Investoren sowie eine gewisse Sensibilität gegenüber dem moderateren Wachstumstempo im Cloud-Geschäft.

Angesichts der Kursverluste stellt sich die Frage, ob Cloud als Wachstumserzählung ihren Höhepunkt bereits überschritten hat. Binnen Jahresfrist hat das DAX-Schwergewicht inzwischen ein Drittel seiner Marktkapitalisierung verloren. Bei Europas größtem Softwarekonzern zeigt sich: Cloud und KI bleiben die zentralen Wachstumstreiber, die Dynamik normalisiert sich jedoch zunehmend.

Parallel treibt SAP den strategischen Wandel hin zu wiederkehrenden, cloudbasierten Erlösmodellen konsequent voran. Gleichzeitig rückt die Profitabilität stärker in den Fokus. Effizienzmaßnahmen und Kostendisziplin wirkten sich positiv auf das operative Ergebnis aus, das überproportional zum Umsatz zulegen konnte. Die operative Marge verbesserte sich spürbar, das operative Ergebnis übertraf die Markterwartungen. Flankiert wird dies durch ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Mrd. Euro, das die Kapitalallokation zusätzlich unterstreicht.

In der Einordnung fügt sich SAP damit nahtlos in das Bild der aktuellen Berichtssaison ein. Künstliche Intelligenz und Cloud liefern weiterhin Wachstum, jedoch weniger beschleunigt als in den Vorquartalen. Der Fokus verlagert sich zunehmend von maximaler Expansion hin zu Skalierung, Margenstärke und Visibilität der Cashflows.

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